Samstag, 20. August 2011

Old times, new feelings

Es war wie früher und doch ist das Gefühl ein völlig anderes gewesen. Ich weiß nicht, wann ich das letzte mal einen ganzen Tag mit ein und derselben Person verbracht habe. Einen Tag lang all meine Aufmerksamkeit einem Menschen gegeben, mich nur mit ihm beschäftigt habe.
Wir kennen all die Sünden des anderen, die Dinge, die wahrscheinlich keiner sonst je erfahren wird. Es ist verwunderlich, dass ausgerechnet du der Mensch bist, bei dem ich früher oder später den Drang verspüre mich mit ihm auszusprechen. Vielleicht, weil ich von dir immer eine ehrliche Meinung bekomme, wenn auch nicht immer ganz sachlich. Du versuchst mein Handeln zu verstehen, zumindest habe ich den Eindruck. Kennst meine Stärken und Schwächen, weißt was mich verletzt und was mich kalt lässt. Ich habe selbes Wissen über dich. Zwischen uns war schon immer eine gewisse Leidenschaft, in allen Situationen, in denen wir uns bisher gegenüber standen. Eine Leidenschaft, die ich nicht recht erklären kann. Es ist ein Sich-vor-dem-anderen-beweisen-wollen. Ich denke diese Bezeichnung trifft es im Groben. Aber nein, wir tun das nicht aus Zwang, sondern weil wir unseren Spaß daran haben. Wir treten nicht breit, was gerade zwischen uns abläuft, das haben wir nie getan. Das geht einfach keinen etwas an. Wir liefern uns keine dieser offenen Kriege, bei denen jeder X-Beliebige nach Lust und Laune mitfiebern und seinen Senf dazu geben kann. Wir konfrontieren uns nicht über Facebook- und ICQ Statuskommentare mit Anschuldigungen um zu beweisen, dass wir auf den anderen nicht angewiesen sind. Unsere Probleme werden nicht zu denen anderer gemacht. Wir brauchen niemanden, der uns sagt welche Lösung die Beste wäre. Bisher haben wir uns immer geeinigt und wenn nicht, dann haben wir uns mit dem abgefunden, was das Problem darstellte.
Wir sind eine gewagte Mischung aus Gegensätzen und Gemeinsamkeiten, Streiten über Sachen, die andere nur belächeln können und kommen promt auf einen gemeinsamen Nenner, wo sich andere nie einig werden.
Du bist ein Mensch, an dem ich wohl nie die Lust verlieren werde. Wer uns jetzt neu kennenlernt, wird nie merken, was sich alles hinter dieser Freundschaft verbirgt. Und wer glaubt zu wissen was war und was nun ist, soll doch weiter in diesem Glauben leben. Wir jedenfalls sind unser eigenes Geheimnis, was wir mit Abstand am Besten von allen hüten.

Es ist nicht immer leicht, klar abzugrenzen, was du mir bedeutest, mir bedeutet hast und mit nicht mehr bedeutest, aber eins ist wohl klar: Du bist und bleibst die Person die mich mit Abstand am Besten von allen kennt, mich am Ehesten versteht und am Nähsten an mich heran kommt.

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