Manchmal kommt der Moment wo man sagt, jetzt ist alles zu viel. Wo man überfordert ist mit allem und das Leben einem scheinbar keine ruhige Minute mehr gönnt.
Doch diesmal ist es anders. Mir ist alles zu wenig. Mit der Schule begann auch dieser eintönige Alltag wieder. Früh aufstehen, Hektik, Termine. Jeden Tag das gleiche, immer und immer wieder. Ich habe das Gefühl, dass ich nur deswegen lebe, weil ich jeden Morgen aufwache. Ich lebe nach Normen und Regeln und gebe mich so, wie die Gesellschaft es sehen möchte. Ich erlebe jeden Tag, wie die Menschen die Welt verschlechtern, indem sie versuchen irgendetwas besser zu machen. Jeden Tag geschehen verrückte Dinge. Doch das hat keine Bedeutung mehr. Viel verrückter wäre es, wenn plötzlich nichts mehr passieren würde.
Genau wie in meinem Kopf. Oder meinem Herz. Oder beidem.
Da ist nichts, rein gar nichts, was mich irgendwie aus der Bahn wirft. Kein Streit, keine Eifersucht, kein Neid und keine Liebe. Ich höre Liebeslieder, die mich noch vor einem Jahr immer an eine Person erinnert haben. Und jetzt ist da keiner mehr, den ich an diese Stelle setzen kann. Ich schaue mir alte Fotos an und fühle nix, egal wie lange ich sie anschaue. Ich liege nachts im Bett und ich kann mir niemanden vorstellen, den ich in diesem Moment gern an meiner Seite hätte. Es gibt niemanden, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht. Die Ecken und Kanten, die alles so spannend machen und für Ungewissheit sorgen, wo sind sie hin?
Ich dachte immer, dass es leichter wäre, wenn man nicht verliebt ist. Aber es ist anstrengend. Und belastend. Weil man für so viel freie Zeit erst einmal Verwendung finden muss.
Und hier ist das Lied, was die Situation sowieso viel schöner ausdrückt, als ich das versucht habe.
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