Ich kann mich noch genau an dieses Gefühl erinnern, wie es war nun wirklich in deinem Zimmer zu hocken. Bei dir, der Person, die mich im letzten Sommer so faszinierte. Wir kannten uns nicht. Wussten genau wo wir hingehörten, lebten in unseren eigenen Welten. Und nun, von jetzt auf gleich saßen wir da, auf deiner Couch. Egal was wir taten - es fühlte sich keine Sekunde schlecht an. Wer kann schon genau sagen, was zwischen uns ist, wenn wir es selbst nicht recht zu wissen scheinen? Schließlich wollen wir darüber auch nicht nachdenken. Wir wissen, was zu kriegen ist, wir wissen, was wir uns bieten. Unsere Absichten sind eindeutig, unser Gebiet klar abgegrenzt.
Ich spiele mit Feuer, du mit Eis. Oder andersherum? Es kommt wohl ganz auf die Situation an, doch gleicht es sich in jedem Fall aus. Ich kenne dein Leben genauso wenig wie du meins. Wir sind Fremde, doch so vertraut.
Ich frage mich, welche Macht mich zu dir zieht, kenne die Regeln des Spieles nicht, falls es welche hat. Falls man es überhaupt als Spiel bezeichnen kann.
Zu behaupten nicht an dich zu denken wäre gelogen. Zu behaupten dich nicht zu vermissen wäre gelogen. Zu behaupten dich zu lieben wäre gelogen.
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