Dienstag, 26. Februar 2013

18.02.

Wir schreiben den 18.02. und wenn ich mich jetzt nicht verrechnet habe, wäre heute unser 43. Monatstag. Ich sehe den grünen Punkt in der Facebook-Chatleiste und frage mich, wann ich das letzte mal mit ihm Kontakt hatte. Ich klicke seinen Namen an... zögere... schließe das Chatfenster. Ich weiß, dass ich damit abgeschlossen habe, trotzdem sagt mir ein Gefühl, dass es nicht gut für mich wäre alte Kontakte wieder aufleben zu lassen.

Kaum Stunden später blub, Facebooknachricht. Ich schaue mit schrägem Blick etwas ungläubig auf meinen Monitor. Als hätte er bemerkt, dass ich ihm beinahe geschrieben hätte. Schicksal?
Wir schreiben über dies und das, Ausbildung, Schule, Studium. Unumgänglicherweise fällt das Thema auf uns. Wir tauschen Erinnerungen, lassen sie für kurze Momente aufleben. Währenddessen stelle ich fest, wie vertraut er mir nach all der Zeit noch immer ist. Seither habe ich keinem Menschen nur annähernd so viel Vertrauen geschenkt, so viel von mir preisgegeben.
Ich suche nach den Dingen, für die ich ihn einmal so liebte. Viel ist nicht übrig. Wir haben uns verändert, beide. Wir sind verschiedene Wege gegangen und keiner weiß wohin der Weg des anderen führt, nur eins weiß ich sicher: Sein Weg ist weit entfernt von meinem. Was uns bleibt ist der letzte Rest Vertrautheit.

Mit all den Themen, die wir durchsprechen, merke ich wie sehr ich all das gern einmal wieder spüren würde. Bedingungslose Hingabe, sich einfach fallen zu lassen und so zu sein wie man ist. So zu sein, wie man geliebt werden möchte. Und vor allem so geliebt zu werden.

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